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Medizinische Tauglichkeit - IBE Industriesservice

Medizinische Kontrollen und Untersuchungen unserer Mitarbeiter

Alle unsere Mitarbeiter, ausgebildeten Höhenarbeiter und zertifizierten Industriekletterer durchlaufen alle 2 Jahre einen medizinischen Check. Dabei werden alle notwendigen Untersuchungen getätigt um die Höhentauglichkeit unserer Höhenarbeiter und Industriekletterer zu gewährleisten. Hier arbeiten wir mit dem Arbeitsmedizinischen Dienst sowie mit der deutschen Gesellschaft für maritime Medizin für die Tätigkeit auf deutschen Nord- und Ostsee-Offshore-Windenergieanlagen und -Plattformen zusammen. Hierbei werden unsere Mitarbeiter einem Höhentauglichkeitstest, einem Echokardiographietest, zur Belastbarkeit des Herzens und zur Feststellung der körperlichen Fitness sowie einem Lungen und Hörtest unterzogen. Ein spezieller Test zur Höhentauglichkeitseignung sowie die Befähigung zum Ausführen für Tätigkeiten in beengten Räumen wird ebenfalls durchgeführt. Diese Untersuchungen werden durch unseren Betriebsarzt und dem Arbeitsmedizinischen Dienst nach den gesetzlichen Vorgaben durchgeführt.

Ausbildung zum zertifizierten Höhenarbeiter

Professionelle Höhenarbeiter sind eine flexible und wirtschaftliche Alternative im Vergleich zu herkömmlichen Zugangslösungen wie Gerüsten oder Hubsteigern. Oft ist der Einsatz von Höhenarbeitern die einzige Lösung um schwer zu erreichende Stellen und exponierte orte zu gelangen. Seit vielen Jahren ist das Arbeitsverfahren der Seilzugangs- und Positionierungstechnik, durch das Inkrafttreten der technischen Regel für Betriebssicherheit TRBS 2121, von den Versicherern der Baubranche anerkannt. Wer in Deutschland als Industriekletterer arbeiten möchte muss eine genormte Ausbildung nach FISAT oder IRATA Richtlinien durchlaufen und die dazugehörige Prüfung erfolgreich ablegen.

FISAT – Die nationale Zertifizierung der Industriekletterer

Die FISAT-Ausbildung zum zertifizierten Industriekletterer umfasst bis zu 3 Level. Diese Zertifizierung ist durch die deutschen Versicherer anerkannt und durch die DGUV genormt. Die Zertifizierung ist Deutschlandweit anerkannt und teilweise auch im europäischen Ausland. Bei dem Grundlehrgang zum Level 1 Industriekletterer werden Grundlagen der PSA Anwendung und der Funktionsweise und Beschaffenheit der Kletterausrüstung gelehrt. Grundkenntnisse in der Anwendung von Knoten und Sicherungstechniken werden hier erlernt. Dazu kommen vertikale Sicherungs-, Anschlags- und Rettungstechniken. Bei dem FISAT Level 2 Lehrgang liegen die Schwerpunkte des Kurses bei der Erweiterung der Kenntnisse in Bezug auf die Kletterausrüstung, Sicherungstechniken und Knotenkunde. Außerdem werden komplexe Aufbauten von Seiltechniken, Aufstiegstechniken, Flaschenzugsysteme und das Arbeiten in Traversensysteme gelehrt. Ein wichtiges Augenmerk wird auf die PSA-Rettung und andere erweiterte Rettungstechniken gelegt. Der FISAT-Level 3 Lehrgang beinhaltet das Erstellen der Einsatzplanung und eines Zugangs- und Rettungskonzepts. Hier werden vertikale, horizontale und diagonale Zugangstechniken sowie der gesicherte Vorstieg gelehrt. Der Aufbau von Flaschenzugsystemen und Schrägseilbahnen sowie die Vertiefung von Rettungstechniken werden hier ausgeführt. Der FISAT-Verband verlangt von allen zertifizierten Industriekletterern eine jährliche Wiederholungsunterweisung, die der theoretischen und praktischen Auffrischung von Kenntnissen und Fähigkeiten dient.

IRATA – Die internationale Zertifizierung der Industriekletterer

Auch die IRATA-Ausbildung zum zertifizierten Industriekletterer gliedert sich in ein dreistufiges Level-System. Die IRATA Richtlinien sind in Deutschland aber auch weltweit anerkannt, da es sich hier um einen genormten internationalen Standard handelt. Der IRATA Verband (Industrial Rope Access Trade Association) ist in den europäischen Nachbarstaaten weitverbreitet. Das Ausbildungssystem startet mit der ersten Stufe dem Level1 in dem die Inhalte zur Benutzung der Kletterausrüstung, Material-, Seil- und Knotenkunde, verschiedene Sicherungs- und Rettungstheorien sowie diverse Auf- und Abstiegstechniken erlernt werden. Bei der Ausbildung zum Level 2 Kletterer werden die obengenannten Kenntnisse vertieft. Zugelassen wird man zu diesem Lehrgang erst nach 1000 Seilstunden und mindestens einem Jahr als operativ tätiger Industriekletterer. Hier werden die bei Level 1 erworbenen Fähigkeiten vertieft und zusätzlich das Retten von hilflosen Personen nach oben gelehrt. Die Ausbildung zum Level 3 Supervisor setzt mindestens 2 Jahre Berufserfahrung als Höhenarbeiter voraus, sowie 2000 Seilstunden. Es müssen verschiedene Rettungs- und Zugangskonzepte erstellt werden sowie eine ausführliche Risikoanalyse ausgearbeitet werden.

Anwendung von PSA gegen Absturz nach DGUV Regel 112-198 und 112-199

Damit Höhenarbeiter während der Ausführung von Tätigkeiten im absturzgefährdeten Bereich versichert sind, ist grundsätzlich laut Arbeitsschutzgesetz eine zur Vermeidung von Unfällen vorgeschriebene Unterweisung zu erfolgen. Die gesetzlichen Vorgaben macht hier die DGUV mit den Regeln 112-198 und 112-199 (Einsatz von PSAgA und Benutzung von PSAgA zum Retten aus Höhen und Tiefen.). Diese Unterweisung muss jährlich wiederholt und zertifiziert werden um das erlangte Wissen zu festigen und um in einem Erfahrungsaustausch weitere Kenntnisse und Fertigkeiten dazu zu erlernen.

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